Exogene Ketone – ein erster Erfahrungsbericht

Immer häufiger hört und liest man von ketogener Ernährung, Ketose und exogenen Ketonen. In den USA sind exogene Ketone schon länger als Nahrungsergänzungsmittel weit verbreitet. Bei der Tour de France 2019 kamen exogene Ketone im Profiradsport zum Einsatz. Die moderne Medizin beschäftigt sich immer öfter mit Ketonen, da man Effekte wie Blutdrucksenkung oder entzündungshemmende Wirkung feststellen konnte. Positive Einflüsse auf Demenzpatienten werden untersucht. Sportlern, wie aus dem Radsport oder dem Bodybuilding, nutzen exogene Ketone besonders aus zwei Gründen. Erstens, weil Ketone während der Belastung als zusätzliche Energiequelle dienen. Zweitens, weil Ketone eine Gewichtsreduktion fördern, indem sie das Hungergefühl reduzieren, das Gehirn mit Energie versorgen. Gleichzeitig helfen sie den Insulinspiegel niedrig zu halten, wodurch die Fettverbrennung unterstützt wird.

Da ich generell offen für Neues bin, haben exogene Ketone natürlich meine Neugier geweckt. Ich habe mich in das Thema eingelesen und den ersten Schwung exogener Ketone ein paar Wochen getestet. Hier folgt nun ein erster Erfahrungsbericht.

Was sind Ketone?

Definitionsgemäß sind Ketone, auch Ketonkörper oder Ketokörper genannt, chemische Verbindungen, die mindestens drei Kohlenstoffatome und eine nicht endständige Carbonylgruppe aufweisen. Ketone lassen sich chemisch im Labor herstellen, es gibt mittlerweile aber auch natürlich gewonnene Ketone. Sie entstehen aber auch ganz natürlich in unserem Körper und zwar in unserer Leber. Babys stellen sie sogar schneller her als Erwachsene. Exogene Ketone werden Ketone genannt, die man dem Körper von außen als Nahrungsmittel zuführt. Daneben gibt es die endogenen Ketone, die unser Körper selbst herstellt. Ketone dienen unserem Körper in Zeiten von Hungerperioden zur Energieversorgung. Geht unserem Körper der Zucker aus, weil wir zum Beispiel Fasten, dann muss unser Körper auf seine Fettreserven zurückgreifen. Unser Gehirn lebt fast ausschließlich von Glukose, also Zucker. Wir merken sehr schnell, wenn unserem Gehirn der Zucker fehlt. Wir werden gereizt, können uns nicht mehr konzentrieren. Dann folgen unter anderem Seestörungen, Zittern und Schwindel. Unser Körper kann zwar in geringem Maße Zucker aus Proteinen und Fetten herstellen, aber das ist sehr ineffektiv und reicht unserem Gehirn auf Dauer nicht aus. Bei längerem Fehlen von Glukose, fängt unsere Körper an sein Überleben durch die Produktion von Ketonen zu sichern. Ketone gelangen ohne Probleme in unser Gehirn und dienen dort, sowie in anderen Körperzellen, als Energie.

Fast jeder hatte in seinem Leben schon einmal merklich mit Ketonen zu tun. In unserer Atemluft macht sich bei längerer Erkrankung mitunter ein chemisch riechender Geruch bemerkbar. Insbesondere bei Magen-Darm-Beschwerden oder wenn wir aufgrund von Krankheit längerer Zeit wenig oder keine Nahrung zu uns nehmen. Auch bei Diabetikern Typ 1 ist dieser Geruch des Öfteren zu finden. Mit dem Atem wird der Ketonkörper Aceton ausgeatmet. Durch Energiemangel beginnt unser Körper mit der Ketogenese, also dem Herstellen von Ketonkörpern. Das Aceton ist wohl eines der bekannteren Ketokörpern, wenn auch ein für den Körper weniger Nützliches. Die beiden anderen Ketone heißen Acetoacetat (AcAc) und Beta-Hydroxybutyrat (BHB). Beta-Hydroxybutyrat, auch Beta-Hydroxybutansäure oder Beta-Hydroxybuttersäure genannt, ist der wichtigste Ketonkörper.

Sind Ketone gefährlich?

Nein. Unser Körper stellt selbst Ketone her. Es gibt wohl zwei Gründe, weshalb Ketone für so manch einen auf den ersten Blick als gefährlich erscheinen. Stichworte: Himbeerketone und Ketoazidose. Seit ein paar Jahren wird mit sogenannten Himbeerketonen in der Diätbranche geworben. Diese Ketone kommen in Spuren in Himbeeren vor und werden auch in alltäglichen Lebensmitteln eingesetzt, um ein Himbeeraroma zu erzeugen. In Tierversuchen hat sich teilweise eine Stoffwechselbeschleunigung und damit Fettabnahme gezeigt. Bei Menschen ist dieser Effekt bisher nicht nachgewiesen worden. Diese Ketone kommen im menschlichen Körper in dieser chemischen Form nicht auf natürlicher Weise vor. Sie haben Ähnlichkeit mit Capsaicin, das in Chili für Schärfe sorgt. Die Nebenwirkungen sind noch nicht vollständig geklärt. Von der Einnahme wird von den Verbraucherzentralen abgeraten.

Der zweite Punkt ist die Ketoazidose. Die Ketoazidose tritt insbesondere bei Typ 1 Diabetikern durch Insulinmangel auf. Die Zellen bekommen keinen oder kaum Zucker aus dem Blut geliefert, da die Betazellen der Bauchspeicheldrüse des Typ 1 Diabetikers kein oder nur sehr wenig Insulin produzieren können. Daher stellt der Körper zur Energiegewinnung Ketonkörper her. Dabei werden bei der Herstellung der Ketonkörper Protonen frei, die den pH-Wertes des Blutes absinken lassen. Es kommt zur Übersäuerung, der Ketoazidose. Bei Diabetikern lassen sich im Urin dann Ketone nachweisen, da der Körperversucht überschüssige Ketone loszuwerden. Bei gesunden Menschen und bei der gängigen Dosierung exogener Ketone ist man von einer Ketoazidose weit entfernt.

Intervallfasten – Meine ersten Erfahrungen

Die von mir getesteten Ketone werden auf natürlichem Weg durch Fermentation (vegan) hergestellt. Chemisch handelt es sich um Beta-Hydroxybutyrat, welches auch im menschlichen Körper vorkommt. Ich habe die Ketone jeweils morgens vor dem Frühstück getestet. Mit den Ketonen wird das klassische intermittierende Fasten (Intervallfasten) unterstützt. Ketone erhöhen den Insulinspiegel nicht. Hungerhormone wie Ghrelin werden runter reguliert, so dass ein nagendes Hungergefühl ausbleibt. Ich habe die Ketone speziell im morgendlichen Training getestet. Ich trainiere regelmäßig nüchtern. Der Begriff des Nüchterntrainings müsste im engeren Sinne genauer beleuchtet und diskutiert werden, was an dieser Stelle zu weit führen würde. Meine Kohlenhydratspeicher sind dabei mehr oder weniger gefüllt. Mein Körper hat gelernt mit der gespeicherten Glukose zu haushalten. Sobald ich jedoch kaum Kohlenhydrate in der Muskulatur gespeichert habe, ist es natürlich nicht ungefährlich auf eine mitunter intensivere Radfahrt zu gehen. Unterzucker kann im Straßenverkehr tödlich sein. Da ich aber während der Einheit meinen Insulinspiegel durch Gels oder Riegel nicht erhöhen möchte, um weiter Fett zu verbrennen, habe ich meine Trinkflasche mit Ketonen gefüllt. Die getesteten Ketone liegen in Pulverform vor und werden in Wasser gelöst. Durch die Ketone konnte ich mein Hungergefühl bei den Einheiten deutlich reduzieren, teilweise verschwand es auch ganz. Einmal bin ich mit starkem Magenknurren sowie energielosen Beinen und Kopf losgefahren. Mit Trinken der Ketone hatte sich das nach einiger Zeit erledigt. Hier habe ich einen deutlichen Effekt gemerkt. Eine Leistungssteigerung durch die Einnahme ist bisher nicht aufgetreten. Meine Leistung (Watt) war wie gewohnt. Aus anderen Erfahrungsberichten heißt es allerdings, dass sich einige Wirkungen erst mit längerer Einnahme wirklich bemerkbar machen. Ich werde noch weiter testen. Für mehr Informationen über Pruvit Ketone: Klick

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