3T Gravelride – XPDTN3

My XPDTN: Hallertau – Regensburg

Woran denkt man wenn man an Deutschland denkt? Autos, Oktoberfest und Bayern München? Vielleicht! Deutschland bietet aber mehr! Es gibt auch einsame Landschaften, von denen kaum jemand spricht. Deutschland ist mit 82 Millionen Einwohnern eines der am dichtesten besiedelten Länder in Europa. Trotzdem gibt es unberührte Regionen. Deutschland besteht aus 16 Bundesländern. Das wohl bekannteste Bundesland ist Bayern. Auf der 3T-Bikepacking-Toure sollen herausragende und teils vergessene Orte vorgestellt werden.

Die erste unserer Graveltouren führt uns durch die Hallertau, das größte Hopfenanbaugebiet der Welt. Die Hallertau liegt im Südosten Deutschlands. Rund ein Drittel des weltweit produzierten Hopfens stammen von hier. In kleinen Siedlungen leben die Menschen dort weitgehend von der Landwirtschaft und dem Hopfenanbau. Nördlich davon fließt die Donau, der zweitgrößte und zweit längste Fluss Europas. An ihm liegt das Kloster Weltenburg. Die Mönche des Klosters brauen dort schon seit 1000 Jahren Bier und die Brauerei trägt daher die Bezeichnung „Älteste Klosterbrauerei der Welt“. Am nördlichsten Punkt der Donau befindet sich die Stadt Regensburg. Erste Siedlungsspuren reichen bis um 5000 Jahre vor Christus zurück. Die Steinerne Brücke in Regensburg ist Meisterwerk mittelalterlicher Baukunst und die älteste erhaltene Brücke Deutschlands.

DAY 1 – Distanz 159 km Höhenmeter: 1915 m

Wir starten unsere Tour in der Domstadt Freising, nördlich des Münchner Flughafens. Unser Weg führt uns durch die von Landwirtschaft geprägte Hallertau zum Kloster Weltenburg. Die Hallertau (auch Holledau genannt) ist von kleinen Straßen und Wegen durchzogen, die durch die Hopfenfelder führen. Hopfen wächst auf den Feldern entlang Meter hoher Drahtgestelle in den Himmel. In Bayern wird die Bierkultur großgeschrieben und es gibt sogar ein eigenes Reinheitsgebot, nachdem bayerisches Bier lediglich aus Hopfen, Malz, Hefe und Wasser hergestellt werden soll. Während der Erntezeit, die vorwiegend im September und Oktober stattfindet, kann man den emsigen Bauern bei der Ernte zusehen. Das Gebiet ist sehr hügelig, was uns eine große Abwechslung bietet. Unsere Tour verläuft recht einsam vorbei an einzelnen Bauernhöfen oder kleinen Dörfern. Ab und an begegnen wir Landwirten mit ihren Traktoren. Die Hallertau ist mit kleinen Wegen und Straßen durchzogen, die recht schmal sind. Auch die dort eingesetzte Traktoren sind sehr klein, denn mit schweren, großen Maschinen würde man die Arbeit auf den Feldern nicht verrichten können. Die von uns genutzten Wege sind teils Feldwege, teils asphaltierte Straßen. Es gibt aufgrund der Ernte viel Schmutz und Erde auf der Strecke. Hin und wieder sind auch Metallstücke von Drähten auf dem Boden, die von den Drahtseilen der Hopfenfelder stammen. An einem der Bauernhöfe halten wir an und sehen dem Landwirt bei der Erntearbeit zu. Er erklärt uns, dass er die Folgen des Klimawandels auf seinen Feldern klar erkennen kann. Da ich von Beruf Agrarmeteorologin bin, sind die Erfahrungen für mich von höchstem Interesse. Gerade in Zentraleuropa leidet die Natur durch länger anhaltende Trockenheit in der Vegetationsperiode.

Nach der recht einsamen Fahrt durch die Hallertau, erreichen wir am nördlichen Rand die kleine Stadt Abensberg, die für den ausgezeichneten Spargel und die Bauten des Künstlers Hundertwasser bekannt ist. Dort fand trotz Corona, der Gillamoos statt. Der Gillamoos ist eines der ältesten Jahrmärkte in Bayern. Mittlerweile ist es heiß geworden und wir sind völlig nass geschwitzt. Wir legen eine Pause ein, essen und füllen unsere Trinkflaschen für die weitere Fahrt.

So verlassen wir nun endgültig das Hopfenanbaugebiet und gelangen über Felder und Flur ins Donautal. Wir folgen dem Verlauf der Donau ein paar Kilometer vom Flussufer entfernt durch Waldstücke und einer von Landwirtschaft geprägten Gegend. Kurz für Sonnenuntergang erreichen wir unser erstes Ziel westlich von Regensburg, wo wir übernachten.

DAY 2 – Distance 97 km Ascent: 1214 m

Wir starten am zweiten Tag in die Ausläufer des Bayerischen Waldes. Entlang der Flüsse Naab und Regen gibt es zahlreiche kleine Burgen und Schlösser aus dem Mittelalter. Durch Wald und vorbei an einsamen Bauernhöfen geht es teilweise über wunderschöne Trails. Teilweise sind die Wege auch schon komplett verwachsen oder enthalten steile Passagen an Abhängen vorbei, an denen wir auf Nummer sicher gehen, absteigen und schieben. Zwischenziel ist die Walhalla im Nordosten Regensburgs. Sie thront auf den Hängen über dem Donautal. Die Walhalla ist das älteste der monumentalen Gedenkbauwerke in Deutschland. Benannt ist sie nach Walhall, der Halle der Gefallenen in der nordischen Mythologie. Wir genießen den Blick über die Stadt und das Donautal und machen uns auf den Weg in die Regensburger Altstadt.

Entlang des Radwegs an der Donau gelangen wir unmittelbar zur Steinernen Brücke. Sie ist zusammen mit dem Regensburger Dom, einer gotischen Kathedrale, das Wahrzeichen Regensburgs. Die Regensburger Altstadt mit ihren kleinen Gassen ist wunderschön und bietet unzählige historische Wahrzeichen wie die Porta praetoria, das über zweitausend Jahre alte Nordtor des römischen Reiches. Wir rollen durch die mit Pflastersteinen ausgelegten Gassen der Altstadt und genießen das Flair. Über die Steinerne Brücke hinweg verlassen wir die Altstadt. Entlang der Donau geht es zu meinen Eltern, wo wir die zweite Etappe beenden.

DAY 3 – Distanz 127 km Höhenmeter: 1609m

Am dritten Tag verlassen wir Regensburg und beginnen die Rückreise nach Freising über einsame Feldwege. Wir erreichen die Stadt Kelheim. Dort thront über der Stadt die Befreiungshalle. Sie wurde von König Ludwig dem Ersten von Bayern erreichtet und erinnert an die gewonnenen Schlachten gegen Napoleon während der Befreiungskriege. Wir erklimmen über einen schmalen Pfad die Anhöhe. Dort führt der Weg durch den Wald hinunter zum Donaudurchbruch. Der Donaudurchbruch ist ein Naturschutzgebiet rund um das Donautal, wo die Donau zwischen zwei Felswänden eine Engstelle passiert. Dort liegt das Klosterweltenburg am Flussufer. Weiter geht unsere Fahrt durch das Naturschutzgebiet durch Wald über Mountainbiketrails auf denen wir teilweise absteigen und schieben müssen. Wir lassen den Wald nach einer Stunde hinter uns uns erreichen die Ausläufer der Hallertau. Nun geht es zurück durch das Hopfenanbaugebiet. Kurz nach Sonnenuntergang erreichen wir den Ausgangpunkt Freising.

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